Europameisterschaft nicht im Fussball sondern im Abzocken

Die Europameisterschaft steht wieder mal vor der Tür.
Wer die Absicht hat einen Fernseher, einen Großbild-TV oder gar eine Leinwand aufzustellen der sollte sich vorher erkundigen.

GEZ, GEMA und die UEFA sind hier in Kenntnis zu. Jeder von denen möchte gern für Nullleistung bezahlt werden.
Würden wir Wirte zwar auch gerne, aber wir müssen sogar noch zusätzlich Leistungen verschenken. Machen wir das nicht, heißt es wieder einmal „Servicewüste Deutschland“

GEZ
Grundsätzlich sind hier Fernsehgeräte, Rundfunkgeräte und Internet-PC anzumelden.
Stellt jemand hier zusätzlich ein Gerät auf, muss er auch dieses Gerät zusätzlich melden.
Es werden hier allein für den Zeitraum Juni 17,03 € fällig

GEMA
Wenn jemand Fußballspiele oder gar andere Fernsehprgramme in Gasträumen übertragen will, muss mit urheberrechtlichen Ansprüchen rechnen.
Hier melden sich die Verwertungsgesellschaften GEMA, GVL und VG-Wort zu Wort.
Es ist zwar Widersinnig, da diese bereits von anderen Institutionen gut abkassieren und somit für eine Leistung, mehrmals die Hand aufhalten, aber so ist es halt bei unseren Rechtssystem.

Daher ist das Aufstellen eines Fernsehers, grundsätzlich bei der GEMA zu melden.
Wer sich nicht bei der GEMA meldet, muss die doppelte Gebühr berappen. Es gibt hier keine Gnade.
Einen Rahmenvertrag mit der GEMA speziell für die Europameisterschaft 2008
gibt es nicht.
Die zu zahlende Gebühr für GEMA, GVL und VG Wort beträgt für Juni 2008 bei BHGMitgliedern ca. 13, – € pro Fernsehgerät und ca. 40,- € pro Großbildschirm (Bilddiagonale größer als 106 cm) / Leinwand (Veranstaltungsraum bis 100 qm).

UEFA
UEFA-Public-Viewing-Lizenzen sind dann erforderlich, wenn die Größe der
Bildschirmdiagonalen drei Meter übersteigt.
Ja auch die brauchen Geld – man glaubt es kaum.
Die Lizenz kann nur online beantragt werden und zwar auf www.euro2008.com
Sofern das Public-Viewing in keiner Weise kommerziell verwertet wird,
erteilt die UEFA gebührenfreie Lizenzen. Wenn Eintrittsgelder oder die Veranstaltung durch Sponsoren präsentiert oder/und finanziert wird, betragen die Kosten pro Spiel und Quadratmeter Leinwand 6 €
Holen Sie sich die Lizenz frühzeitig ein. Es kann bis zu 14 Tagen dauern, bis man per Email Informiert wird. Diese Email gilt dann als Nachweis und Lizenz und sollte für Kontrollen gesichert und in jeden Fall ausgedruckt werden.
Pro Antrag kann man für maximal acht Spiele eine Lizenz erwerben. Wer
mehr Spiele zeigen will, muss entsprechend mehrere Anträge stellen.

Zwar ist das abkassieren für Medienereignisse in jeden Land an der Tagesordnung, nur Deutschland treibt dies ins Extreme.
Nehmen wir die GEZ. Wir Deutsche zahlen hier nicht nur für die Übertragung im eigenen Land. Was ja auch recht und billig wäre. Wer ein Fernsehprogramm will, der soll ja auch dafür zahlen. Nun ist es aber so das die öffentlich Rechtlichen auch im Ausland senden. Somit werden Frequenzen, Lizenzen und Übertragungsrechte auch für „Außerdeutschland“ fällig. Wer diese Gebühren zahlt – natürlich wir von unserer GEZ. Die Österreicher sind uns hier voraus. Die übertragen nur verschlüsselt und sparen sich diese zusätzlichen Gebühren.
Wäre das nicht einmal was man in Deutschland einführen sollte. Ständig werden wir mit dem Ausland verglichen. Warum nicht hier? Ach ja, die GEZ kassieren ja mitunter die Bundesländer – bitte melden wenn ich hier falsch liege.
Auf das Thema GEMA gehe ich lieber nicht ein. Nur so viel: ich denke immer an ein Italienisches Familienunternehmen mit „M“ wenn ich an die GEMA denke.

In diesem Sinne, kommt Euren „pieeeeeep“ – äh Korrektur rechtlichen Verpflichtungen auch Gebühren genannt, nach. Es wird sonst unangenehm und teuer.

Für nützliche Kommentare zu diesem Thema wäre ich dankbar

2 thoughts on “Europameisterschaft nicht im Fussball sondern im Abzocken

  1. wenn du die GEMA und ihre dummheit hasst, leg sie doch einfach mal ein paar Wochen/ monate lahm. das ist ziemlich einfach und wird dir eine menge spass bereiten. gemäß § 10 des Urh WG sind die GEMA-Mitarbeiter VERPFLICHTET dir auskunft zu erteilen, welcher Song und welcher Interpret von der GEMA vertreten wird und welcher nicht. stell deine anfrage in vorbereitung auf eine MÖGLICHE ÖFFENTLICHE party. du möchtest natürlich nur sicher gehen, dass alles korrekt ist. die anfrage stellst du, weil die GEMA recherche auf der website leider nur auszüge anbietet. du möchtest nämlich aufgrund der GEMA Auskunft entscheiden, welche songs du spielen wirst und welche nicht. 😉 dann sendest du eine 20 seitenlange titel und interpretenliste, am besten auf karopapier ausgedruckt per post, an die bezirksdirektion, die für deinen wohnort zuständig ist oder für geizige: eine mail mit dem anhang als unveränderbares pdf. so müssen die damen und herren nämlich alle songs u.s.w. von hand in ihren rechner hauen. und bei tausenden von titeln kann das dauern…. diesen tipp gibst du noch allen deinen freunden und die ihren freunden und dann kümmert sich da bald keiner mehr um was anderes. als mögliche titellisten eignen sich die playlists von internetradios übrigens. aber wichtig!! es muss per post oder wenigstens als unveränderbare pdf versendet werden.

  2. Hallo Skywalker
    das halte ich für den Absoluten verkehrten Weg.
    Die Zeche zahlen letzendlich wieder wir.

    Den alles was Du anführst verursacht Arbeit und somit Kosten. Diese Kosten werden wieder auf die Gema umgelegt.

    Wir müssen aber das Gegenteil erreichen. Wir müssen die Kosten senken um weniger zu Zahlen und nicht Sie in die Höhe zu treiben. Dass muss unser vorangiges Ziel sein und nicht Ihnen mit erhöhten Arbeitsaufwand Ihnen die Macht zu geben noch mehr zu verlangen.

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